Anfang 2001 meinten Norman, Oli und noch ein paar andere Leute, dass man die gemeinsamen Besuche auf mittelalterlichen Veranstaltungen doch etwas intensiver und systematischer betreiben könnte, und gründeten eine Interessengemeinschaft zur Darstellung mittelalterlichen Lebens. Sie hatten sich vorher eine Zeit lang in der Wikinger-Szene herumgetrieben, waren sogar bis nach Moesgard in Dänemark gefahren, wollten dann aber doch eher etwas im Bereich Hochmittelalter machen. Deutschordensritter, das war es! So wurde die IG Malleus Paganorum geboren.

Einstand der neuen Gruppe war die Teilnahme an den Kaltenberger Ritterspielen im selben Jahr. Doch das war eindeutig noch nicht das, was sich die Gründungsmitglieder so vorgestellt hatten. Die Entfernung war viel zu weit und mit Mittelalter hatte das Ganze auch nur am Rande etwas zu tun.

Da kam im Herbst 2001 die neue Bekanntschaft mit einigen Leuten, die sich ebenfalls dem Deutschen Orden verschrieben hatten, gerade recht. Schnell war eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit getroffen. Die Ordensritter machten die Verträge, der Malleus Paganorum klinkte sich ein und verstärkte den Orden. So hatte der Malleus Paganorum gleich zu Beginn eine recht ausgefüllte erste Saison.

Leider lief die Zusammenarbeit dann doch nicht so gut, wie anfangs erhofft. Zudem entwickelten sich die Ziele der beiden Gruppen doch deutlich voneinander fort. So trennten sich im Herbst 2002 die Wege wieder. Da einige Mitglieder der Deutschordensritter mit ihrer Vereinsführung auch nicht mehr so ganz einverstanden waren, ging der Malleus Paganorum mit personeller Verstärkung aus diesem Intermezzo hervor.

Auch der Schwerpunkt der Darstellung haben wir zu dieser Zeit überdacht. Es hatte sich gezeigt, dass wir bei der reinen Darstellung des Deutschen Ordens ein echtes Problem bekamen, die Anwesenheit unserer Mädels im Lager zu begründen. Der Orden spielt zwar weiterhin eine Rolle bei uns, doch hat sich die Darstellung mehr in Richtung Ministerialität verschoben.

Seit 2003 fahren wir nun mit eigenen Verträgen und zwar, wie wir denken, recht erfolgreich. Natürlich ist an unserer Ausstattung noch so einiges verbesserungsbedürftig, aber wir arbeiten daran und stecken jeden Cent, der durch die Gagen reinkommt, in die Ausstattung unseres Lagers bzw. in die Transportmöglichkeiten. Mittlerweile hat sich nämlich viel mehr Kram angesammelt, als in unsere privaten Autos passt.

Seit 2006 sind wir Teil des Deutschen Ritterkonventes, der sich zum Ziel gesetzt hat, das Hoch- und frühe Spätmittelalter nicht nur auf Märkten, sondern auch in Form von Burgbelebungen und Museumsveranstaltungen in qualitativ hochwertiger Form wieder lebendig werden zu lassen.

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